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Thema: Fernreisen

Brasilien: Reise in das Land des Sambas

Als Informationsquelle für diesen Artikel diente die Partnerseite Urlauberinfos.com.

Die Menschen in Brasilien

Brasilianer Foto: WP-User: Ano77 - Lizenz: Public Domain

Die Brasilianer sind auf der ganzen Welt für ihre Lebensfreude und ihr Temperament bekannt. Ein Grund dafür ist vielleicht auch der bunte Mix aus den Kulturen der Ureinwohner Brasiliens und denen der immigrierten Bevölkerung. Die Bevölkerungszahl Brasiliens hat sich in den letzten drei Jahrzehnten mehr als verdoppelt und lag 2010 bei 195 Millionen. Das brasilianische Volk ist sehr jung, im Durchschnitt 27,4 Jahre alt. 83,3 % (Stand 2003) der Menschen leben in den rasch wachsenden Städten, außerhalb derer die berühmt berüchtigten Favelas genannten Armensiedlungen liegen. Ganze 90 % der Bevölkerung leben an der Ost- und Südküste Brasiliens. Außerdem ist Brasilien das einzige Land Amerikas, in dem die Amtssprache Portugiesisch ist. 

49,9 % der Brasilianer bezeichnen sich als Weiße, 43,2 % als Mischlinge, 6,3 % als Schwarze und 0,7 als Gelbe oder Indigene (Stand 2005).
Von den ursprünglich etwa 5 Millionen Ureinwohnern Brasiliens leben heute nur noch etwa 300.000, was eine Folge der europäischen Kolonialisierung ist. Ungefähr 220 Stämme von Eingeborenen existieren heute noch in Brasilien, die meisten leben in der Region des Amazonas. Jeder Eingeborenenstamm spricht seinen eigenen Dialekt, doch ein Großteil der Stämme lässt sich der Sprachfamilie des Tupi-Guarani, Ce, Carib oder Arawak zuordnen.  Durch Abholzung, Siedler, den Bau von Wasserkraftwerken und die Suche nach Bodenschätzen wird die indigene Bevölkerung Brasiliens aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Stark beeinflusst ist die Kultur Brasiliens auch von der afrikanisch stämmigen Bevölkerung.  Afrikanische Sklaven wurden zwischen dem 16. Und 19. Jahrhundert nach Brasilien gebracht. Afro-Brasilianer gehören ebenso wie die Ureinwohner zu den benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Sie leben vor allem im Nordosten des Landes, in den Bundesstaaten Bahia und Maranhao. Dort versprühen Musik, Tanz, Kunst und Küche afrobrasilianisches Lebensgefühl.
In den Jahrhunderten seit der Kolonialisierung Brasiliens durch die Portugiesen ist deren Zahl im Land stark angestiegen. Infolgedessen gehören heute auch viele Nachfahren von Portugiesen bzw. anderen Weißen und den Ureinwohnern, Mestizen genannt, zur brasilianischen Bevölkerung.

4,6 Millionen Europäer sind zwischen 1884 und 1954 nach Brasilien eingewandert. Seither wandern jährlich ungefähr 50.000 Europäer ins Land ein, darunter vorwiegend Italiener, Portugiesen, Spanier und Deutsche. In den Bundesstaaten Santa Catarina, Paraná und Rio Grande do Sul sind etwa 40 Prozent der Bevölkerung deutscher Herkunft.
20 % des Kaffees, 30 % der Baumwolle und sämtlicher Tee wird von den über eine Millionen Brasilianern japanischer Herkunft produziert.

Die Brasilianer sind überaus gastfreundliche Menschen. Die Kluft zwischen arm und reich ist in Brasilien groß, doch Gäste sind überall herzlich willkommen. Fremden Kulturen begegnet man offen und ohne Vorurteile. Alles läuft hier etwas lockerer ab. Mit ihrer unkomplizierten Art nehmen die Brasilianer das Leben einfach von seiner leichten und sonnigen Seite.
Auch in einem so unkomplizierten Land wie Brasilien gibt es Sitten, die man respektieren sollte. Zunächst: Lernen Sie am besten ein paar Worte Spanisch oder Portugiesisch. So zeigen Sie Respekt, denn Englisch sprechen die wenigsten Brasilianer. Im Gespräch wird gerne über das eigene Land geschimpft. Als Besucher sollten Sie sich jedoch zurückhalten und höchstens über das Wetter, die Kriminalität oder den Verkehr schimpfen. Der Brasilianer ist schließlich zu Recht stolz auf sein Land.

Geografische Informationen zu Brasilien

Strand Brasilien © Christophe Schmid - Fotolia

Brasilien ist nach Russland, Kanada, China und den USA der fünftgrößte Staat der Erde. Ganze 24-mal passt Deutschland in Brasiliens Fläche von 8.511.965 Quadratkilometern hinein. Die Fläche entspricht 47% von ganz Südamerika. Zehn Nachbarstaaten grenzen an Brasilien: Französisch-Guayana, Suriname, Guayana, Venezuela, Kolumbien, Uruguay, Argentinien, Paraguay, Bolivien und Peru. Somit grenzen lediglich die südamerikanischen Staaten Chile und Ecuador  nicht an Brasilien. Insgesamt ist die Grenzline Brasiliens zu seinen Nachbarstaaten 15.700 Kilometer lang.

Die höchsten Erhebungen befinden sich an der Grenze zu Venezuela, im Imeri-Gebirge. Der höchste der dortigen Berge ist der 2.994 Meter hohe Pico da Neblina, der zweithöchste der Pico 31 de Março mit  seinen 2.973 Metern Höhe.
Die wichtigsten Flüsse Brasiliens sind der Amazonas, der Rio Paraná und der Fluss Iguaçu mit den berühmten Iguaçu-Wasserfällen. Der Amazonas ist mit Abstand der größte Fluss der Erde. 6.448 Kilometer lang ist der längste Fließweg des Amazonas. Der Nil hat zwar einen noch längeren Fließweg, führt jedoch deutlich weniger Wasser.
Die Hauptstadt Brasiliens ist Brasilia. Sie wurde innerhalb von vier Jahren in der zentralbrasilianischen Hochebene namens Planalto Central erbaut. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Brasilia sehr groß, auch wenn die Hauptstadt angeblich das höchste durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas haben soll. 1987 wurde Brasilia von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Grund hierfür ist die Architektur und dass sie die erste und einzige Hauptstadt der Erde ist, die im letzten Jahrhundert gebaut wurde.
Das riesige Gebiet Brasiliens mit seinen 26 Bundesstaaten ist in drei Zeitzonen unterteilt. Die Brasilianer selbst haben Brasilien in fünf Gebiete gegliedert. In den Norden, den Nordosten, den mittleren Westen, den Südosten und den Süden.
Ungefähr 70% der Menschen leben in den ältesten Regionen Brasiliens, dem Nord-und Südosten, obwohl diese nur 30% der Landesfläche darstellen. Lediglich 14% der Bevölkerung leben in den Regionen des Mittelwestens und des Nordens, die circa 60% von Brasiliens Fläche ausmachen.

Der Norden
Etwa 42% der Fläche Brasiliens gehören zu den sieben Bundesstaaten des Nordens. Größtenteils tropischer Regenwald des Amazonas befindet sich in dieser Region. Das Amazonastiefland beherbergt ein Fünftel des Süßwassers und das größte Sauerstoffreservoir weltweit. Hier lebt die Mehrzahl der indianischen Ureinwohner. Wichtigste Städte sind Manaus und Belém.

Der Nordosten
18% Brasiliens gehören zur Region des Nordostens. Zu den neun Bundesstaaten gehören unter anderem Bahia und Rio Grande do Norte. Die Landschaft besteht aus dem Küstengebiet und dem „Sertão“, der Halbwüste im Binnenland Brasiliens, die 60% des Nordostens einnimmt. Im Vergleich zu den anderen Regionen Brasiliens ist der Nordosten am ärmlichsten.

Der Mittlere Westen
Die Region hieß einst „Mato Grosso“, was so viel wie „dichter Wald“ bedeutet, und macht 22% der Landesfläche Brasiliens aus. Sie besteht aus den Staaten Goiás, Mato Grosso, Matto Grosso do Sul und dem Bundesbezirk Brasília. Hauptsächlich Hochebenen durchziehen den Mittelwesten, aber auch die drei Tiefebenen des Pantanals, der Xingu- und der Araguaia-Niederung.

Der Südosten
10% des brasilianischen Territoriums liegen im sehr städtischen und industriell produktiven Südosten. Die Bundesstaaten  lauten Rio de Janeiro, São Paulo, Minas Gerais und Espírito Santo.  Die Region besteht einerseits aus Küstengebiet namens „Restinga“ und andererseits aus den „Serras“, hügeliger Landschaft mit einer Höhe von 800 bis 1000 Metern.

Der Süden
Die restlichen circa 8% Brasiliens verteilen sich auf die wohlhabenden Bundesstaaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul im Süden. Die Einflüsse aus Europa sind hier am deutlichsten zu spüren. Die Landschaft ist geprägt von Hochebenen, in Richtung Süden herrscht die flache Landschaft der Pampa vor.

Klima / Reisezeit

In Brasilien sind die Jahreszeiten zwar weniger stark ausgeprägt als bei uns, aber generell umgekehrt wie auf der Nordhalbkugel. Anfang des Jahres ist es in Brasilien also am wärmsten und in der Jahresmitte am kühlsten. Das Klima ist hauptsächlich tropisch und subtropisch und die Temperaturen verändern sich jahreszeitlich nur wenig. Im Süden Brasiliens ist das Klima gemäßigter als im Rest des Landes.
Brasilien gliedert sich in drei verschiedene Klimazonen: Den tropischen Norden, die subtropische Mitte und den Süden, wo der deutlichste Wechsel an Jahreszeiten stattfindet.
Tropisch warm und mit kaum merklichen Temperataturschwankungen ist es im Norden und auch im Osten Brasiliens. An den Küstengegenden im Nordosten ist es zwar recht windig, es herrschen aber im ganzen Jahr Temperaturen von über 30 Grad. In der subtropischen Mitte des Landes gibt es über das Jahr verteilt dann schon deutliche Temperaturunterschiede, die in Richtung Süden immer extremer werden.
Nach Brasilien kann man das ganze Jahr über reisen. Aufgrund der Größe des Landes und der verschiedenen Klimazonen kommt es jedoch auf die Region an, welches die beste Reisezeit ist.

Amazonas-Regenwald
Die Monate Juni bis Oktober eignen sich besonders gut, um die feuchte, heiße und regenreiche Region des Amazonas und die Stadt Manaus zu erkunden. In der Regenzeit zwischen November und Mai hingegen erschweren heftige Regenfälle das Reisen.

Recife
Die Hafenstadt Recife am atlantischen Ozean bereist man am besten zwischen September und Februar. Die Stadt im Nordosten Brasiliens weist in der Regenzeit, die im März beginnt und im Juli endet, die höchste Luftfeuchtigkeit auf.

Rio de Janeiro
Die Reise nach Rio de Janeiro im Südosten Brasiliens lässt sich gut mit einem Strandurlaub verbinden. Von November bis April ist aufgrund der hohen Temperaturen mit gelegentlichen Niederschlägen die beste Reisezeit dafür. Aber auch der brasilianische Winter ist in Rio de Janeiro mit um die 23 Grad schön mild.

Pantanal
In Pantanal, einem Feuchtgebiet im Binnenland Brasiliens, fallen in der Regenzeit von Oktober bis Anfang April enorm große Niederschlagsmengen. Die Trockenzeit zwischen Ende April und September eignet sich daher wesentlich besser für Touren durch das Pantanal im mittleren Südwesten Brasiliens.

Beliebte Reiseziele in Brasilien



Rio de Janeiro

Rio Foto: WP-User: Ano77 - Lizenz: Public Domain Rio de Janeiro ist wohl deshalb so beliebt, weil es dem Besucher so viel zu bieten hat. An herrlichen Stränden wie der Copacabana, Ipanema und Leblon kann man sich im Meer vergnügen oder einfach nur entspannen. Ein Highlight ist auch das Wahrzeichen von Rio, die Statue Christo Redentor (Christus der Erlöser) auf dem Berg Corcovado (der Bucklige), von dem aus man eine atemberaubende Aussicht über die Stadt und die Bucht hat. Einen ebenso grandiosen Blick hat man vom kegelförmigen Grantifelsen des Zuckerhutes auf 395 Metern Höhe.

São Paulo

São Paulo Foto: Eduardo Galvani - Lizenz: GNU-FDL Die größte Stadt Brasiliens ist die multikulturelle Metropole Sao Paulo. Vor allem Einwanderer aus Portugal, Italien, Deutschland, Japan und dem Libanon haben die Stadt geprägt. Ein sehr sehenswertes Gebäude ist das Teatro Municipal aus dem Jahr 1911. Es ist nach Vorbild der Pariser Oper im neobarocken Stil gebaut. Es gibt auch einige sehr interessante Museen in Sao Paulo. Zum Beispiel das Kunstmuseum Museu de Arte de São Paulo. Hier findet sich die wichtigste Kunstsammlung von Südamerika. Fußballfreunde wird das Museu do Futebol begeistern. Informationen zur brasilianischen Geschichte liefert das Museu Paulista.  Der Stadtteil Liberdade hat sich im Laufe der Zeit zur größten Kolonie Japans außerhalb des Mutterlandes entwickelt. Restaurants, Geschäfte und japanische Straßenlaternen vermitteln asiatisches Flair. Im Templo Busshinji der Zen-buddhistischen Kommune Sōtō-shū können Besucher sogar meditieren.

Iguazú-Wasserfälle

Iguazú-Wasserfälle Foto: WP-User: Nilsf - GNU-FDL Ein atemberaubender Anblick sind die Iguazú-Wasserfälle der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Im Jahr 1986 wurde der Nationalpark Iguaçu von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Die brasilianische Stadt Foz do Iguaçu im Bundesstaat Paraná  liegt unweit der Wasserfälle. Die Wasserfälle erstrecken sich auf fast drei Kilometern. Insgesamt sind es 20 größere Wasserfälle mit einer Höhe von bis zu 82 Metern und 255 kleinere Wasserfälle.


Salvador da Bahia

Salvador da Bahia Foto: Bruno S Lessa (brunoslessa@yahoo.com.br) - CC BY-SA 2.5 Die Stadt an der Allerheiligenbucht im Nordosten wird nicht ohne Grund das schwarze Herz von Brasilien genannt. Etwa 60% der Einwohner stammen von den afrikanischen Sklaven ab und in der Stadt ist der Einfluss Afrikas deutlich spürbar. Besonders schön ist das historisches Zentrum von Salvador de Bahia mit seinen zahlreichen Kirchen. Die berühmte ist die Kirche von São Francisco, die reichlich mit Gold verziert ist. Auf dem Mercado Modelo kann man herrlich bummeln, kulinarische Köstlichkeiten probieren und einheimische Kunst, Stoffe und Schmuck erstehen. Unvergesslich ist der Sonnenuntergang vom Leuchtturm Forte de Santo Antônio da Barra aus. Der schwarz-weiße Turm an der Allerheiligenbucht ist 22 Meter hoch.

Florianópolis und Santa Catarina

Florianópolis Foto: Fernando Dall'Acqua - CC BY 2.0 Sehr beliebt in Brasilien ist ein Ausflug in die Stadt Florianópolis, die Hauptstadt des Staates Santa Catarina, und auf die Insel Santa Catarina. Die 42 feinen Sandstrände, eine Lagune und die wunderschöne hügelige Landschaft machen die Insel zu einem paradiesischen Urlaubsort.


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