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Thema: Fernreisen

Bali, die Insel der zehntausend Tempel



Strand auf Bali
© Overmaster - Fotolia.com

Wer an Bali denkt, der denkt an Sonne, Strand und Meer, gepaart mit tropischer Vegetation und einer verwirrenden Vielfalt an Tempelanlagen und Schreinen.

Die Bezeichnung "Insel der 10.000 Tempel" ist keinesfalls Fantasie, man schätzt die Zahl der Tempel auf etwa 20.000 und da sind die ganz kleinen Familienschreine noch gar nicht mit eingerechnet.

Kaum ein anderes Reiseziel bietet auf so kleiner Fläche, gerade einmal gute 5500 Quadratkilometer, so viele verschiedenen Eindrücke. Während man gerade noch am modernen internationalen Flughafen steht und sich eines der vielen Taxis ergattert, fährt man schon Minuten später durch das Gewirr der Straßen, vorbei an Tempeln, Warungs, modernen Bankgebäuden und kleinen Handwerksbetrieben. Innerhalb kürzester Zeit befindet man sich an einem der wunderschönen weißen Sandstrände oder wahlweise inmitten der Natur, dominiert von saftig grünen Reisterrassen, Palmen und Dschungel. Die riesigen Vulkane der Insel immer im Blick, der Vulkan Gunung Agung ist 3.142 Meter hoch und noch aktiv.

Während die Hauptstadt Denpasar eine moderne Metropole ist, wie jede andere auch, erlebt man schon wenige Kilometer außerhalb das Leben der Landwirte, denn drei Viertel der Balinesen leben trotz des Tourismus von der Landwirtschaft. Alleine die Religion der Einwohner ist schon Grund genug aus dem Staunen nicht mehr heraus zu kommen. Obwohl Indonesien muslimisch ist, bekennen sich die Balinesen zum Hinduismus, gepaart mit ein paar Einflüssen aus früherer vorhinduistischer Zeit. Und dieser Glaube wird aktiv gelebt, kein Gebäude gibt es, das nicht die notwendigen Schreine und Haustempel aufweist, um den Göttern und Dämonen die nötigen Opfergaben darzureichen. Nicht einmal der Flughafen bildet da Ausnahme. Fast jeden Abend hört man irgendwo ein Gamelanensemble spielen, oft sieht man Prozessionen oder Zeremonien, denen man auch als Ausländer beiwohnen darf. Den nötigen Respekt vor Mensch und Kultur vorausgesetzt.

Politisch ist die Insel in acht Landkreise plus Denpasar gegliedert, regiert wird sie von einem Gouverneur, der der Indonesischen Regierung in Jakarta unterstellt ist. In den gängigen Reiseführern, hat sich allerdings die Einteilung in Süd-, Ost-, Nord-, West- und Zentralbali eingebürgert, denn diese Gebiete unterscheiden sich durchaus voneinander. Alle Infos zu Bali, inklusive Flug-, Hotel- und Urlaubsangebote und Hinweise zur Einreise und Sicherheit finden sich übrigens auf Sunda Spirit.
Tipp: Bei fluggesellschaft.de finden Sie auch viele Infos über Flüge nach Bali.

Der Süden Balis

SüdbaliDer Süden Balis ist der touristisch am besten erschlossene Teil der Insel. Was sicherlich daran liegt, dass sich hier der internationale Flughafen Ngurah Rai und die Hauptstadt Denpasar befinden. Wenn man also nicht unbedingt über den Seeweg anreist, kommt man unweigerlich im Süden an. Hier findet der Reisende zahlreiche Hotels und Ressorts, vom günstigen Familienhotel am Strand bis zum exklusiven Boutique-Hotel der internationalen Spitzenklasse. Die Ferienorte Kuta, Legian und Sanur bieten westlichen Standard, schöne Strände, entspannte Atmosphäre aber auch zahlreiche Bars, Restaurants, Clubs und Diskotheken die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Die Halbinsel Nusa Dua hingegen ist etwas ruhiger und exklusiver. Hier relaxt man am Strand oder an ausgedehnten Poolanlagen mit einem Cocktail in der Hand und bei hervorragendem Service. Fangfrischen Fisch bekommt man in Jimbaran. Direkt am Strand liegen hier zahllose Fischrestaurants, eines besser als das andere. Zu sehen gibt es in der Region mehr als genug, zahlreiche große Tempelkomplexe wie der berühmte Pura Luhur Uluwatu oder der Pura Tanah Lot entführen ihre Besucher in die spirituelle Welt der Balinesen. Der Hafen von Benoa lockt die Liebhaber von Booten aller Art an, der Fischereihafen ist absolut sehenswert.

Das Zentrum Balis

ZentralbaliDas Zentrum der Insel Bali ist die eigentliche Wiege der balinesischen Kultur, denn traditionell hielt man sich vom Strand eher fern. Kamen von dort doch all zu viele Gefahren, man geht auch davon aus, dass im Meer einige Dämonen leben mit denen man sich besser nicht anlegt. Von den Göttern ist da schon mehr zu erwarten und so orientierte man sich schon immer in Richtung der hohen Berge Balis, dem Sitz der Götter. Berge, darunter auch einige aktive Vulkane gibt es im Zentrum der Insel reichlich. Dazu auch einige wunderschöne Kraterseen und eine wildromantische Landschaft, bestehend aus saftig grünen Reisterrassen, Palmenhainen und undurchdringlichem Dschungel. Der bekannteste Ort im Hinterland ist die Künstlerstadt Ubud, mit zahlreichen Malern, Galerien und Kunsthandwerk. Berühmt wurde der Ort Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich so bekannte Maler wie Walter Spies und Rudolf Bonnet dort niederließen. Sie begründeten den heute so berühmten Bali-Stil. Auch die Schriftstellerin Vicki Baum schrieb hier ihren Bestsellerroman "Liebe und Tod auf Bali" und zahlreiche nicht ganz so bekannte Künstler lebten und leben hier.

Ganz in der Nähe befinden sich die Orte Mas, das Zentrum der Holzschnitzer und Celuk, das Dorf der Silberschmiede. Mengwi und Munduk locken mit großen Tempelanlagen, Sangeh mit seinem Affenwald und den frechen Langschwanzmakaken.Wer eher die Natur sucht, als die Kunst, der wird in Zentralbali ebenfalls glücklich. Hier liegt die wunderschöne Schlucht des Ayung-Flusses, hier befinden sich auch die Seen Bratan, Buyan und Tamblingan.

Der Osten der Insel

OstbaliWer Sonne, Strand und Meer genießen möchte, aber ohne den Rummel in Balis Süden, der kommt in den Osten. Hier ist der Abstand zwischen Meer und den steil aufragenden Bergen nicht all zu groß, für ausgedehnte Ressorts somit kein Platz. So findet man in Ostbali nur kleinere Hotels und Gästehäuser, dafür Ruhe und wunderschöne Strände mit noch viel schöneren Tauch- und Schnorchelrevieren. Die Orte Candidasa und Amed laden ein zum Entspannen und Erholen. Kulturelles gibt es dennoch mehr als genug, z.B. die Handelsstadt Klungkung mit der berühmten Gerichtshalle Kerta Gosa. Sie zeigt auf kunstvollen Deckenmalereien die zu erwartenden Strafen im Diesseits und Jenseits. Sehr dominant und fast von überall zu sehen ist Balis höchste Erhebung und heiligster Berg, der Vulkan Gunung Agung mit 3.142 Metern Höhe. An seinem Hang liegt der älteste und größte Tempel der Insel, der Pura Besakih. Die Anlage besteht aus über 20 Tempeln und gut 200 Schreinen auf einer Fläche von drei Quadratkilometern und sie liegt an den Hängen des Vulkans auf etwa 900 Metern Höhe. Ebenfalls sehenswert ist das Dorf Tenganan, ein Dorf der Bali-Aga Gemeinde. Dies sind die Ureinwohner Balis, die heute noch so leben wie vor den hinduistischen Einflüssen Indiens. Ein krasser Gegensatz zur heutigen Kultur der Balinesen.

Balis Norden

NordbaliDer Norden der Insel ist mindestens so schön wie der Süden, aber längst nicht so überlaufen. Und das obwohl die Kolonisation Balis durch die Holländer nicht etwa im Süden begann, sondern in der Hafenstadt des Nordens, in Singaraja. Hier legten einst die mächtigen Handelsschiffe aus Europa und China an, heute wird der Hafen allerdings nur noch von einigen Yachten und kleineren Fischerbooten benutzt. Der große Schiffsverkehr hat sich längst in den Süden nach Benoa verlagert. Um den Tourismus etwas zu fördern, wurde hier um den Ort Kalibukbuk der "Lovina Beach" aufgebaut, ein Gebiet mit hochwertigen Hotels, Ressorts und natürlich zahlreichen Bars und Restaurants. Hier lässt es sich entspannt Urlaub machen, alleine, zu Zweit oder mit der ganzen Familie. Die Strände laden ein zum Baden und Schnorcheln, etwas weiter draußen gibt es schöne Tauchreviere. Ein paar Meter ins Hinterland hinein, hat man schon wieder die typisch balinesische Landschaft. Allerdings etwas trockener als im Süden der Insel und mit weniger Reis.

Der wilde Westen Balis

WestbaliBalis Westen ist tatsächlich wild, er wird nämlich fast komplett vom Nationalpark der Insel bedeckt. Der im Jahre 1983 eröffnete "Taman Nasional Bali Barat" oder auch "West Bali National Park" bzw. "Bali Barat Nationalpark" ist 780 Quadratkilometer groß und besteht fast ausschließlich aus undurchdringlichem Dschungel an den Hängen zahlreicher Vulkane. Man darf einen solchen Park keinesfalls mit einem deutschen Nationalpark verwechseln, es gibt kein Besucherzentrum mit Parkplatz und erst recht keine Wege. Betreten werden darf er nur mit einem ausgebildeten Führer, der einem dann aber auch jede Menge zeigen kann. Einige sehr seltene Tierarten wie beispielsweise der fast ausgestorbene Balistar oder das seltene Banteng Rind lassen sich hier in freier Wildbahn beobachten. Die Touren die sich buchen lassen, reichen vom zweistündigen Spaziergang bis hin zu mehrtägigen Expeditionen durch die mächtigen Schluchten.

Wer nicht so viel Natur verträgt, für den gibt es im Westen die Hafenstadt Gilimanuk, das Tor zu Java. Hier liegt der große Fährhafen, der Bali mit der Nachbarinsel verbindet, die Fähren verkehren hier im Halbstundentakt und zwar rund um die Uhr. Entsprechend viel zu sehen gibt es hier, zahlreiche kleine Warungs verköstigen die überwiegend indonesischen Reisenden. Fährt man vom Westzipfel entlang der Küstenstraße an der Südküste entlang, stößt man auf das wunderschöne Städtchen Negara, die ganze Straße entlang reihen sich kleinere Fischerdörfer. Hier fühlen sich vor allem Surfer wie Zuhause, denn die Wellen werden schon mal sieben Meter hoch.

Wo auch immer man auf Bali landet, es gibt immer und überall etwas zu sehen und zu erleben. Auch findet man fast überall jemanden, der zumindest Englisch spricht, wenn nicht sogar Deutsch. Die Menschen sind allesamt sehr hilfsbereit, man kommt sich keine Sekunde verloren vor, auch wenn man sich nicht auskennt. Alle Infos zu Bali, inklusive Flug-, Hotel- und Urlaubsangebote und Hinweise zur Einreise und Sicherheit finden sich auf Sunda Spirit

Ein Artikel von Gerhard Zirkel


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