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Thema: Fernreisen

Die Geschichte Indiens



Vor der Kolonialzeit

Die älteste menschlichen Kultur Indiens ist wohl die Indus-Kultur, welche sich ungefähr in den Jahren 2.800 bis 1.800 vor Christus im Tal der Indus im Nordwesten Indiens entwickelt hat In dieser Zeit wurden sie Siedlungen Mohenjo-Daro und Harappa erbaut, die von der hohen Kultur der Zivilisation zeugen. Die Religion des Hinduismus ist auf die Indus-Kultur zurückzuführen.
                 
Doch in den Jahren 2.000 bis 1.500 vor Christus rückten arische Stämme aus Zentralasien in das Industal vor. Die ursprünglichen Einwohner und die Arier bildeten eine neue Kultur. Etwa ab dem 6. Jahrhundert vor Christus entwickelten sich dann der Buddhismus und der Jainismus in Indien und gewannen gegenüber dem Hinduismus und dem Kastensystem an Bedeutung. 
Das erste indische Großreich war das Maurya-Kaiserreich in den Jahren 320 bis 180 vor Christus.  Es wurde von Chandragupta Maurya in der nördlichen Region Indiens gegründet. Sein Sohn Bindusara erweiterte das Königreich später in südlicher Richtung. Kaiser Ashoka der Große dehnte das Maurya-Reich noch weiter aus, in dem die buddhistische Religion und die Kunst eine große Bedeutung innehatten.

Von 319 bis 606 nach Christus hatte das von Chandragupta II. gegründete Gupta-Reich Bestand. Danach verloren Buddhismus und Jainismus gegenüber dem Hinduismus an Bedeutung.

Im Norden Indiens entstand nach der Eroberung von Delhi durch die Muslime das Sultanat von Delhi. Zwischen 1192 und 1206 nach Christus wurden die Ebenen des Ganges von den Muslimen erobert und von 1206 bis 1290 herrschte die so genannte „Sklavendynastie“.
Im von 1526 bis 1858 nach Christus währenden Moguln-Reiches spielten insbesondere Architektur und Kunst eine wichtige Rolle. In dieser Zeit unter den muslimischen Kaisern entstand unter anderem das berühmte Taj Mahal in Agra.
Taj MahalFoto: WP-User: Yann - GNU-FDL

Die Kolonialzeit

Im Jahre 1498 gelang Vasco da Gama die Seereise nach Indien und Portugiesisch-Indien entstand. Die „British East India Company“ postierte sich ab 1756 zunächst im heutigen Mumbai, Kalkutta und Madras. Doch zwischen den englischen, französischen, holländischen und portugiesischen Ankömmlingen kam es zu Machtkämpfen, die im Jahre 1757 in der „Schlacht von Plassey“ mündeten. Zunächst der Osten Indiens und später das ganze Land standen ab sofort unter der Herrschaft Britanniens, das wirtschaftlich stark von den Rohstoffen Indiens profitierte. Eine Maßnahme der Briten war unter anderem das Verbot der Witwenverbrennung.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Landesteile Indiens entweder direkt von den britischen Eroberern oder von einheimischen Herrschern regiert, die den Briten unterstanden. Daher kam es 1857 zum ersten Unabhängigkeitskrieg Indiens. Die Herrscher und Bahadur Shar, der letzten Herrscher des Moguln-Reiches, entschlossen sich zum „Sepoy-Aufstand“. Doch der Mogul wurde nach Burma verschleppt, wo er verstarb. Die Briten bekämpften die Aufständischen auf blutigste Weise.

Doch ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Ruf nach der Unabhängigkeit Indiens seitens der Hindus und später auch der Muslime immer lauter. Der Rechtsanwalt und Hindu Mahatma Gandhi war es schließlich, der sich für gewaltfreien Widerstand gegen die Kolonialisierung durch die Briten einsetzte und die Unabhängigkeitsbewegung anführte. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges hatte Gandhi sein Ziel erreicht und am 15. August 1947 war die Kolonialzeit Indiens endgültig vorüber. Das nun unabhängige Indien wurde in Indien und Pakistan geteilt.

Nach der Kolonialzeit

Doch aus Indien wurden anschließend etwa sieben Millionen Muslime weggetrieben. Die Zahl der aus Pakistan ausgestoßenen Hindus und Sikhs beträgt gar um die zehn Millionen. Hunderttausende von Menschen starben.

Der bis heute anhaltende Konflikt um die Region Kaschmir führte 1947 zum ersten Krieg zwischen Indien und Pakistan.

Im Jahre 1950 wurde Indien zu einer parlamentarisch-demokratischen Republik. 1962 kam es zum Grenzkrieg zwischen Indien und China und 1971 entstand nach einem erneuten Krieg gegen Pakistan, das daraufhin geteilt wurde, das Land Bangladesch. In den Jahren 1947 bis 1964 war Jawaharlal Nehru der Ministerpräsident Indiens. 1966 folgte seine Tochter Indira Gandhi. Sie wurde 1975 wegen Beeinflussung der Wahlen verurteilt, woraufhin sie den Ausnahmezustand ausruf und noch bis 1977 weiterregierte. Sie wurde nicht wiedergewählt und wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Bis 1980  regierte die linke Janata Party das Land, während zuvor nur die Kongresspartei an der Macht gewesen war.

Doch 1980 wurde Indira Gandhi wieder zur Premierministerin Indiens ernannt. In ihrer Amtszeit war sie nun mit der Forderung der Sikhs nach einem eigenen Staat konfrontiert. Der Goldene Tempel in Amritsar wurde von diesen besetzt gehalten, woraufhin Indira Gandhi ihn gewaltsam räumen ließ. Dies führte zur ihrer Ermordung durch ihre der Sikh-Religion angehörenden Leibwächter. Ihr Sohn folgte ihr als Premierminister nach und wurde im Jahr 1991 ebenfalls ermordet. Er war jedoch nur bis 1989 im Amt, als die Partei Janata Dal gewählt wurde.

Zu einer Entführung und Ermordung von Touristen in der Region Kaschmir kam es 1995, was dazu geführt hat, dass Kaschmir von Reisenden nicht mehr ohne weiteres besucht werden kann. Die Lage im Kaschmirgebiet und die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan haben sich jedoch schon verbessert.

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