Griechenland-Rundreise
Griechenland hat viele Gesichter. Diese Rundreise führt zu den schönsten Plätzen des Landes, die mit Kultur und Schönheit glänzen.

Hinzu kommen die faszinierenden geschichtlichen Stätten, die jeder im Leben einmal gesehen haben sollte. Schließlich nennt man Griechenland nicht umsonst die Wiege der Menschheit. Das Land ist relativ sicher, somit spricht nichts gegen eine Rundreise mit dem eigenen Auto. Die folgende Beschreibung einer Griechenlandtour führt zu interessanten Plätzen und zeigt ein neues Gesicht des beliebten Urlaubslandes.
Anreise mit der Autofähre
Wer sich von Mitteleuropa mit dem eigenen Auto nach Griechenland aufmachen will, wählt am besten eine Fährverbindung. Von Venedig aus verkehren regelmäßig Schiffe, die das griechische Festland anfahren. Je nach Dicke des Geldbeutels bieten die Fähren Schlafplätze in Kabinen, in Schlafräumen oder nach freier Platzwahl auf dem Deck. Die Überfahrt dauert etwa einen Tag, wobei vor allem der letzte Streckenabschnitt im Ionischen Meer ein besonderes, visuelles Erlebnis ist. Die zwei großen Anlegehäfen sind Igoumenitsa im Norden und Patras auf der Peloponnes.
Von Igoumenitsa nach Meteora
Die Stadt Igoumenitsa selbst ist kaum einen Aufenthalt wert. Allerdings eignet sie sich gut als Ausgangspunkt für eine Rundreise. Fährt man weiter östlich ins Landesinnere erreicht man die kleine Stadt Meteora. Diese verfügt über eine einmalige Attraktion, die Klöster hoch oben auf den Felsen. Von den insgesamt 24 Klöstern sind heute nur noch sechs bewohnt und können auch besichtigt werden. Sie zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Die Halbinsel Peloponnes
Weiter geht es Richtung Süden über die Rio-Andirrio-Brücke auf die Halbinsel Peloponnes. Hier liegen einige der bekanntesten antiken Stätten Griechenlands. Olympia ist der Geburtsort der Olympischen Spiele, hier wurden bereits in der Antike sportliche Wettkämpfe ausgeführt. Zahlreiche Überbleibsel aus Stein erinnern an die besondere Vergangenheit dieses Ortes. Im Museum kann man weitere interessante Fundstücke begutachten.
Nafplio ist eine idyllische Hafenstadt am Argolischen Golf und besitzt italienisches Flair. Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Palamidi-Festung, hoch über der Stadt. Von hier aus kann man den wunderschönen Ausblick über das Meer und die Stadt genießen. Nicht weit entfernt von Nafplio liegt Mykene, das der Sage nach von Perseus gegründet wurde. In der Antike zählte sie zu den bedeutendsten Städten Griechenlands und gibt heute noch gute Auskunft über diese lang vergangene Zeit. Das bekannte Löwentor markiert den Eingang zur Stadt, ringsum finden sich mehrere Grabstätten.
Epidauros liegt ebenfalls in der griechischen Region Argolis, unweit von Nafplio. Diese antike Kultstätte war dem Heilgott Asklepios gewidmet und war für die alten Griechen so etwas, wie unsere heutigen Kurorte, nur mit religiösem Hintergrund. Die Menschen besuchten die Heilstätte für mehrere Tage und unterzogen sich verschiedenen Therapien. In Epidauros befindet sich auch eines der am besten erhaltendsten Theater Griechenlands, das über eine erstaunlich gute Akustik verfügt.
Über den Isthmus nach Athen
Die Landenge zwischen der Peloponnes und dem griechischem Festland ist als Isthmus bekannt. Die Stadt Korinth liegt an dieser Landenge, nur etwa 80 Kilometer westlich von Athen. Im 19. Jahrhundert baute man den Kanal von Korinth durch den Isthmus. Statt rund 400 Kilometer um die Peloponnes zu fahren, konnten Schiffe ab dem Zeitpunkt die Halbinsel über den 6 Kilometer langen Kanal umgehen.
Die Hauptstadt von Griechenland, Athen, ist ein geschichtsträchtiger Ort. Zeugen dieser Vergangenheit findet man in der Stadt viele. Die Innenstadt ist heute aber vor allem ein dicht gedrängtes und lautes Zentrum. Fast wie befreit fühlt man sich hoch über der Stadt auf der weltberühmten Akropolis, was eigentlich ein allgemeiner Begriff für Stadtfestung ist. Beeindruckend liegen der Parthenon, das Erechtheion, die Propyläen und zahlreiche Tempel und Heiligtümer über das Areal verteilt.
Das Orakel von Delphi
Auf der Rückfahrt in Richtung Norden lohnt sich ein Abstecher nach Delphi, Heimatort des berühmten Orakels von Delphi. Die Stätte liegt nördlich des Golfs von Korinth, am Fuße des Berges Parnass. Dem Gott Apollon geweiht, besuchten viele Herrscher der Sage nach das Orakel, um göttlichen Rat zu bekommen. In Delphi wurden aber auch Spiele, wie in Olympia, ausgetragen. Zeugnis davon legen heute noch das Stadion und das Theater von Delphi ab.
Entspannen auf Lefkada
Vor der endgültigen Heimreise empfiehlt es sich auch noch die entspannende Seite Griechenlands zu genießen. Dafür bietet sich im Nordwesten die kleine Insel Lefkada an. Traumstrände und günstige Winde machen sie zu einem Paradies für Segler und Surfer, die Bucht von Vassiliki gilt als einer der besten Surfplätze der Welt. Die Hauptstadt Lefkas ist ein Städtchen, wie aus dem Bilderbuch. Bei Spezialitäten aus dem Meer und einem guten Glas griechischen Weins kann man langsam von Griechenland Abschied nehmen. Von Lefkada ist es nicht mehr weit zurück nach Igoumenitsa, Start- und Endpunkt dieser Griechenlandrundreise.
Ein Artikel von Claudia Wrumnig
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