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Thema: Fernreisen

Das Reiseland Argentinien

ArgentinienDas zweitgrößte Land Südamerikas hat eine Nord-Südausdehnung von 3.700km und misst an der breitesten Stelle über 1.400km von Osten nach Westen. Es gibt also reichlich Platz für ein vielfältiges Angebot an Klimazonen, Naturlandschaften, unterschiedlichen Städten und für die rund 40 Millionen Einwohner. Von denen Wiederum lebt über ein Viertel im Großraum Buenos Aires, einer Megacity, die mit Sehenswürdigkeiten und reichlich Kunst und Kultur darauf wartet,  entdeckt zu werden.

Argentinien bietet unterschiedlichste Lebensräume, angefangen von tropischen Wäldern im Nordosten, Wüsten im Nordwesten, unendlichen Weiten in der Pampa, riesigen Gletschern in Patagonien und massiven Gipfeln in den Anden an der Grenze zu Chile. Der Aconcagua mit seinem fast 7.000m hohen Gipfel in der Region Mendoza ist zugleich die höchste Erhebung Amerikas.

Das Land der Steaks, der Gauchos und des Tangos blickt wie alle lateinamerikanischen Länder auf eine lange koloniale und blutige Vergangenheit zurück. Bodenschätze gibt es nicht viele, aber die Einfuhr europäischer Rinder und die daraus folgende intensive Viehzucht verhalf den Kreolen (Nachfahren der europäischen Einwanderer) zu Reichtum. Im Jahre 1816 löste sich Argentinien vom spanischen Mutterland los. Damals war ein großer Teil der Fläche noch indianisches Land, aber zwei barbarische Militärfeldzüge löschten einen Großteil der indigenen Bevölkerung aus, während man die Einwanderung aus Europa forcierte. Von 1880 bis 1930 gab es eine wirtschaftliche Blütezeit, die mit der weltweiten Wirtschaftskrise schlagartig endete.

Eine weitere grauenhafte Periode in der Geschichte Argentiniens ist die brutale Militärherrschaft von 1976 bis 1983, in der zehntausende Menschen ermordet wurden. Ein Ende der Militärherrschaft führte der 1982 gegen Großbritannien angezettelte und verlorene Falklandkrieg herbei, seitdem ist das Land eine Demokratie.

Bis zur Wirtschaftskrise im Jahr 2001 war Argentinien ein teures Reiseland, Dollar und Pesos wurden 1:1 getauscht. Inzwischen kriegt man für einen Dollar drei Pesos, das Preisniveau für einen Europäer hat sich infolge der Krise und unter Berücksichtigung der Inflation ungefähr halbiert.

Aktuell leben rund 20% der Menschen unterhalb der Armutsgrenze, die gezwungen sind, mit viel Improvisation und Einfallsreichtum ihr Leben irgendwie zu meistern.
(Quelle: Argentinien bei Urlauberinfos)

Reisende in Argentinien kommen in den Genuss von Offenheit und Herzlichkeit, allerdings sind Spanischkenntnisse Kommunikationsvoraussetzung, denn Englisch oder gar Deutsch spricht kaum wer.

Was man bei der Einreise beachten sollte

Bevor man sich auf den Weg in den Traumurlaub macht, sollte man darauf achten, dass alle wichtigen Reisedokumente vorbereitet sind. EU Bürger benötigen für die Einreise nach Argentinien einen gültigem Reisepass. Dieser muss auch noch 6 Monate nach Reiseantritt gültig sein. Will man sich länger als 90 Tage aufhalten, muss man ein Visum beantragen. Da sich Einreisebestimmungen auch ändern können, sollte man sich diesbezüglich bereits während der Reiseplanung schlau machen. Argentinien gilt als sehr modernes Land. Wer Reiseberichte an seine Liebsten schicken möchte, findet auch in kleineren Ortschaften die Möglichkeit, Mails zu versenden oder über das Internet zu telefonieren. Vorsicht ist bei der Verwendung des eigenen Mobiltelefons geboten. Hier entstehen oft sehr hohe Roamingkosten, die auf der Telefonrechnung meist erst nach dem Urlaub aufscheinen.

Der medizinische Versorgungsstandard ist in Argentinien im Großen und Ganzen gut. Insektenstiche (hohe Infektionsgefahr) und Leitungswasser (Keime) sind jedoch zu vermeiden. Wenngleich das argentinische Leitungswasser in den meisten Regionen getrunken werden kann.

Praktische Tipps und Tricks für Reisende

Da in Argentinien überwiegend spanisch gesprochen wird, schadet es nicht, wenn man die wichtigsten Redewendungen in dieser Sprache beherrscht. In weiten Teilen des Landes ist man auch mit Englisch recht gut beraten. Argentinier sind grundsätzlich sehr gastfreundlich und höflich. Auf Trinkgeld wird genauso großer Wert gelegt wie auf Geduld: wenn man warten musst, stellt man sich am Ende der Schlange an.

Wenn man seinen Urlaub in Bildern festhalten möchte, sollte man gewisse Verbote unbedingt beachten. Militärische und politische Gebäude dürfen nicht fotografiert werden. Auch das Fotografieren von Polizeikontrollständen, die man auf den Landstraßen passieren muss, ist strengstens verboten. Muss die Kamera wieder aufgeladen werden, benötigt man für den Stromanschluss einen geeigneten Adapter. Dieser kann überall vor Ort erworben werden. In Argentinien gibt es keine Bestimmungen zu den Ladenöffnungszeiten, daher kann jeder Geschäftsbesitzer selbst entscheiden, wann er öffnen möchte. Üblicherweise sind Geschäfte zwischen 09.00 und 21.00 Uhr geöffnet. Zur Siesta (ungefähr 13.00 Uhr) sind sie jedoch 1-2 Stunden geschlossen. Beim Einkauf selbst kann man mit Bargeld oder in vielen Läden auch mit Kreditkarte zahlen. Eine Bankomatkarte sollte man ebenfalls mitführen.

Wer Land und Leute erkunden möchte, kann dies ganzjährig tun. Da es in Argentinien jedoch unterschiedliche Klimazonen gibt, sollte man genügend luftige sowie warme Bekleidung einplanen, je nachdem in welchem Gebiet man unterwegs ist.

Artikelserie "Argentinien"


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