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Thema: Fernreisen
Thanksgiving | andere Feiertage

Feiertage USA, Tipps für Reisende



4. Juli ist Independence Day

Am 4. Juli feiern die USA ihre Unabhängigkeit von Großbritannien, die am 4.7.1776 erklärt wurde.
Die Amerikaner begehen diesen offiziellen Feiertag mit vielen Traditionen: Barbecues, Picknicks, Paraden und, allen voran, spektakulären Feuerwerk-Shows. Dazu werden die Hymne und andere typische Lieder wie der Yankee Doodle gespielt. Da Feuerwerkskörper in vielen amerikanischen Bundesstaaten nicht oder nur teilweise erlaubt sind, ist das immer ein ganz besonderes Ereignis.

Wenn sich ein langes Wochenende ergibt, werden natürlich auch gerne Kurz-Trips oder ausgedehnte Familienfeiern veranstaltet.

Außerdem wehen die im Rest des Jahres schon praktisch allgegenwärtigen "Stars and Stripes"-Fahnen wirklich überall, und alles ist in den Nationalfarben Rot, Weiß und Blau dekoriert - angefangen bei den Papptellern fürs Picknick bis zum Empire State Building.

Geschichte Independence Day

US-Flaggen
© Diezer - Fotolia.com
Mitte des 18. Jahrhunderts erhöhte das britische Mutterland immer wieder die Steuern für die 13 nordamerikanischen Kolonien, obwohl diese nicht einmal im Parlament vertreten waren. Aus Unmut darüber kam es zuerst zur Boston Tea Party, bei der 45 Tonnen Tee vernichtet wurden, und 1776 schließlich zur endgültigen Trennung von Großbritannien.
Dass die im Nationalarchiv in Washington DC ausgestellte Unabhängigkeitserklärung tatsächlich am 4. Juli unterzeichnet wurde, ist jedoch historisch nicht belegbar. Jedenfalls beginnt sie mit dem berühmten Satz, der für das amerikanische Selbstverständnis so wichtig ist:

"Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind."


Thanksgiving


Einfach nur Erntedank? Was steckt hinter dem berühmten amerikanischen Thanksgiving-Fest?

Truthan
© Thaut Images - Fotolia.com
Am vierten Donnerstag im November feiern die USA Thanksgiving. Obwohl das Fest seine Wurzeln im christlichen Erntedank hat, ist es heute kein rein religiöser Anlass mehr, sondern hat viel mit der Geschichte und dem Selbstverständnis des Landes zu tun.

Als erstes Thanksgiving wird oft eine katholische Messe bezeichnet, die spanische Siedler im September 1565 in Florida zum Dank für die gelungene Überfahrt feierten. Im Dezember 1619 hielten englische Siedler in Virginia eine Dankesmesse ab, doch das heutige Thanksgiving geht auf die Pilgerväter von 1620 zurück. Sie bedankten sich im Herbst 1621 mit einem gemeinsamen Essen bei den amerikanischen Ureinwohnern für die erste Ernte in der Neuen Welt. Diese hatten ihnen gezeigt, welche Früchte man anbauen kann, und ohne ihre Hilfe wären die englischen Einwanderer verhungert.

Happy Thanksgiving.

Auch heute dreht sich zu Thanksgiving alles ums Essen. Die ganze Familie isst gemeinsam Truthahn mit Fülle, Bratensaft und Preiselbeermarmelade. Mit dabei sind auch oft Süßkartoffeln, Kürbiskuchen und ähnliche Leckereien. Wie wir es im Fernsehen kennen, sagen in vielen Familien reihum alle, wofür sie dieses Jahr besonders dankbar sind. Tagsüber kann man im Fernsehen Macys Thanksgiving Parade in New York City und die traditionellen Football-Spiele live verfolgen. Außerdem werden Pläne für die Weihnachtsfeiertage geschmiedet, an denen die Familie wieder zusammenkommen wird.

Wohin zu Thanksgiving?

Thanksgiving ist in erster Linie ein Familienfest. Im Konsum-orientierten Amerika ist es einer der wenigen Tage, an denen die meisten Läden, Museen etc. geschlossen bleiben, auch Schulen und Universitäten haben Ferien. Da alle Amerikaner nach Hause zu ihren Lieben fahren, gilt dieser Tag als der stärkste Reisetag des Jahres.

Aus der Geschichte ergibt sich, dass Thanksgiving im Nordosten des Landes noch ausgiebiger gefeiert wird als anderswo. Besonders in der Kleinstadt Plymouth - wo eigentlich das ganze Jahr über der frühen Kolonialzeit gedacht wird - kann man sich über die ersten europäischen Siedler in der Region informieren. Zu besichtigen sind der berühmte Plymouth Rock und ein Nachbau der Mayflower, auf der die Pilgerväter nach Neuengland kamen (Bild links). Auch an anderen historischen Orten oder in Freilichtmuseen (wie etwa Old Sturbridge Village, Connecticut) gibt es zum Anlass und zur Jahreszeit passende Angebote und Veranstaltungen.

Black Friday

Auf diesen besinnlichen Tag folgt direkt ein Shopping-Mega-Ereignis ungeahnter Ausmaße: Black Friday. Was so düster klingt, ist für Verkäufer meist auch ein Albtraum: Schon im Morgengrauen sammeln sich Menschenmassen vor Läden, Großmärkten und Einkaufszentren, um besondere Schnäppchen zu ergattern, die es nur an diesem Tag und oft nur zu bestimmten Uhrzeiten und in begrenzten Mengen gibt, der Verkehr bricht vielerorts zusammen. Damit sind die Thanksgiving-Traditionen erledigt und man bereitet sich auf das nächste große Fest vor.

Weitere "typisch amerikanische" Feiertage

Am letzten Montag im Mai findet in den USA alljährlich der Memorial Day statt. Traditionell dient dieser Tag zum Gedenken an Gefallene und der Ehrerbietung an Kriegsveteranen und wird seit 1868 begangen.
Der Labor Day am ersten Montag im September, sozusagen der "Tag der Arbeit", bezeichnet dann das Ende der Sommersaison.

Ein USA-Urlaub rund um einen dieser Tage kann für Touristen sehr interessant sein, weil die Dekoration aufwendig und die Stimmung feierlich-heiter ist. Die Sicherheitsvorkehrungen werden allerdings verschärft und Großstädte sind oft wie leergefegt (besondere Öffnungszeiten bei Museen etc. beachten!), weil alle den freien Tag bei ihren Familien oder am Strand genießen wollen, was den Verkehr mancherorts lahmlegt.

Ein Artikel von Mag. Anissa Strommer


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