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Plötzlich finden sich in den Tiefen unserer Kleiderschränke Urlaubsklamotten, die das restliche Jahr über nur mit erstaunten oder missbilligenden Blicken gestraft werden ohne auch nur im Traum daran zu denken, dass solche Kleidungsstücke auch tragbar wären. Aber im Urlaub ist alles möglich. Da werden bei uns Frauen auf einmal die so unbeliebten aber knitterfreien 7/8-Hosen mit weißen Tennissocken kombiniert, während die Herren der Schöpfung lieber zu halblangen Safarihosen und kurzärmligen, bunten Hemden greifen und diese Kombination noch mit Sandalen beziehungsweise einer Herrenhandgelenkstasche für alle benötigten Utensilien vervollständigen. Weitere sieben ähnliche Outfits befinden sich - fein säuberlich zusammengelegt - in unserem silbernen Schalenkoffer oder unserer braunen Lederreisetasche.
Und dann gehts zum Flughafen, wo wir uns sicheren Schrittes zum Check-In-Counter begeben, um später festzustellen, dass wir uns eigentlich in der Schlange nach Novosibirsk befinden und von unserem Reiseziel Mallorca noch weit entfernt sind. Spätestens dann ist es an der Zeit nervös zu werden. Unruhig wühlen wir in unseren Reiseunterlagen und werfen immer wieder einen zaghaften Blick auf unser mitgeführtes Reisegepäck.
Irgendwann sitzen wir dann im Flugzeug (ohne Fensterblick - denn der ist immer nur anderen vergönnt) und heben ab in Richtung Niemandsland, gespannt darauf, was uns dort wohl erwarten wird.
Ein Artikel von Mag. Manuela Molk