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Foto: Kurt Forstner - PD Sein essentielles Charakteristikum ist aber ohne Zweifel der Rucksack, der - symbolisch betrachtet - als Zeichen der Individualität gesehen werden kann und jedem Pauschaltouristen zu verstehen gibt: Ich bin unabhängig und habe unzählige Möglichkeiten mehr zu erleben als jeder "All-inclusive-Urlauber". Am Abend scharen sich die Rucksacktouristen meist um ein Lagerfeuer und hängen alten Erinnerungen nach, während ein Joint die Runde macht und jemand mit der Gitarre Lieder aus längst vergangenen Zeiten klimpert.
Nach diesen - möglicherweise etwas harten Worten - kommen wir nun aber zu den unumstrittenen Verdiensten dieser Gattung. Da sich die Rucksackreisenden ständig abseits touristischer Trampelpfade bewegen, kann man sie wohl unumstritten als die wahren Entdecker dieser Erde bezeichnen. Wusstet ihr nicht, dass Amerika nicht von Kolumbus entdeckt wurde, sondern von einer Gruppe Backpackers, die sich mit dem Lonely Planet (der Bibel für Individualreisende) unterm Arm auf die Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten gemacht haben? Vielleicht sind sie sogar die Wegbereiter des modernen Massentourismus: Wo heute teure Ferien-Resorts aus dem Boden wachsen, scharten sich früher Backpackers aus aller Herren Länder in hölzernen Strandhütten und diskutierten über den Sinn des Lebens.
Daher mein Rat an euch: Packt (zumindest einmal) euren Rucksack und begebt euch auf eine Low-Budget-Reise mit dafür unbezahlbaren Erfahrungen. Und wenn ihr schon keine unberührten Plätze findet, so entdeckt ihr zumindest eines: euch selbst.
Ein Artikel von Mag. Manuela Molk