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Thema: andere Reiseziele

Halloween in den USA

Längst ist dieser Brauch auch in unseren Breiten üblich, doch wie feiert man in den USA Halloween?

Halloween
© pdesign - Fotolia.com
Seit einigen Jahren sieht man auch bei uns am 31. Oktober verkleidete Kinder, die von Haus zu Haus ziehen und nach der Drohung "Süßes oder Saures!" Süßigkeiten und Knabbereien bekommen. Doch woher kommt dieser Brauch und wie wird Halloween in Amerika gefeiert?

Ursprung als keltisches Fest

Der Name "Halloween" ist eine alte Form von "All Hollow`s Evening", also Allerheiligen. Das christliche Allerheiligen wurde ursprünglich im Mai gefeiert und im 9. Jahrhundert auf das heidnische Samhain-Fest verlegt, um die Christianisierung zu erleichtern. Die Kelten feierten im Herbst den Übergang in die kalte Jahreszeit und glaubten, dass in dieser Nacht die Grenze zum Totenreich besonders dünn ist. Um die Dämonen zu verwirren, verkleidete man sich und Kürbislaternen beschützten die Häuser.

Irische Einwanderer brachten all diese Bräuche ab etwa 1830 in die USA, wo sie neue Formen annahmen. Da in Amerika kaum Karneval gefeiert wird, ist dies die perfekte Gelegenheit, Kostüme auszuprobieren und verrückt zu sein. Durch beliebte Fernsehserien und Horrorfilme wurde auch bei uns Halloween ein Begriff und erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit - für die Wirtschaft ist Halloween bereits zu einem wichtigen Faktor geworden.

Schreck lass nach!

Erlaubt ist, was gruselig ist - die Kostüme sollen möglichst furchteinfößend sein und zu Halloween kocht und bäckt man auch so "schrecklich" wie möglich: "Leckereien" wie Augäpfel aus Eiern, Blut-Popcorn, Grabstein-Kuchen oder Finger-Würstel werden auf Halloween-Partys serviert. Als Dekoration dienen gruselige Gegenstände sowie Symbole für Herbst und Tod. Wenn die verkleideten Kinder dann in Amerika an die Türen klopfen, rufen sie "Trick or treat!" - wörtlich übersetzt "Streich oder Süßes", also "Wir spielen dir einen Streich (trick), wenn du uns nichts Süßes (treat) gibst." In vielen Städten sammeln die Kinder dabei auch Spenden für die UNICEF.

Haunted Happenings in Salem

Viele Amerikaner haben einen ganz besonderen Zugang zu Geistergeschichten und Orten, an denen es spuken soll - zu allem, was "haunted" ist. Dafür gibt es eigene Reiseführer, Fernsehsendungen und demnächst auch in dieser Kolumne einen speziellen Eintrag. Daher ist es wenig überraschend, dass Spukhäuser und verwunschene Plätze zu Halloween besonders gerne besucht werden - entweder um etwas "Passendes" zu unternehmen, oder weil man denkt, dass in dieser Nacht tatsächlich dunkle Mächte ihr Unwesen auf Erden treiben ...

Viele amerikanische Städte bieten zu Halloween besondere Veranstaltungen und Führungen an, doch einen besonderen Platz nimmt hier Salem, Massachusetts ein. In dieser für Neuengland typischen Kleinstadt nördlich von Boston fanden im 17. Jahrhundert grausame und mysteriöse Hexenprozesse statt. Salem hat sich seit den 1970ern ganz diesem Teil seiner Geschichte verschrieben: Es gibt gleich mehrere Hexenmuseen, ein Piratenmuseum, ein Wachsfigurenmuseum, mehrere Live-Shows, etliche Geisterführungen, eine Messe für Wahrsager und ein eigenes Festival, die Haunted Happenings. Man will damit darauf aufmerksam machen, dass auch heute oft moderne "Hexenjagden" gegen Minderheiten tattfinden.
Darüber hinaus ist Salem für seine Kulturveranstaltungen und die landschaftlich schöne Küste mit vielen Leuchttürmen bekannt. Nicht nur zu Halloween ein Reisetipp!

Weiterlesen: Feiertage in den USA

von Mag. Anissa Strommer


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