Dom von Florenz

Ende des 13.Jahrhunderts wurde mit dem Bau begonnen und berühmte Baumeister wie Arnolfo di Cambio, Giotto, Andrea Pisano, Francesco Talenti und Giovanni Ghini, errichteten ein Bauwerk, welche alle anderen der Stadt an Schönheit und Ausmaß übertraf. Nach zahlreichen Unterbrechungen krönte Filippo Brunelleschi von 1420 bis 1434 das Bauwerk mit dem Aufsehen erregenden architektonischen Meisterstück, der Kuppel. Im Jahre 1436 wurde der Dom der heiligen Jungfrau Maria geweiht und erhielt nach der Florentiner Wappenblume, der Lilie, den Beinamen ‚del Fiore’.
Die Maße der Kathedrale sind eindrucksvoll: Länge 160,45 m, Breite 43 m im Langhaus, 91 m im Querschiff, Fassadenhöhe 50 m, Höhe der Kuppel 114,36 m, Durchmesser der Kuppel 45,52 m. Die Kirche weißt eine Gesamtfläche von 8300 Quadratmeter auf und ist neben dem Petersdom in Rom und dem Dom zu Mailand die drittgrößte Kirche Italiens.
Das Äußere der Kathedrale wird durch drei verschiedene Marmorfassaden bestimmt: der weißen aus Carrara, grünen aus Prato und der roten aus den Maremmen.
Auch im Innenraum werden Strenge und Schönheit fortgesetzt. Der Dom beeindruckt mit seinen gotischen Formen, den hoch aufstrebenden Bögen und Pfeilern, ohne dass aufwendiger Schmuck die Weite der Rüme beeinträchtigt. Die Innenfendter und Buntglasfenster wurden von einigen der besten Architekten der Renaissance entworfen: Vasari, Zuccari, Donatello, Uccello und Ghiberti.
Wer Lust hat und bis nach oben klettern will, wird mit einem fantastischen Blick über die Stadt belohnt. Der Dom ist immer noch das höchste und maßgebende Gebäude der Stadt.
Campanile
Ein weiteres Bauwerk, das das Stadtbild von Florenz entscheiden mitprägt, ist der Campanile. Der 82 m und 14,50 m breite Glockenturm des Doms wurde von Giotto entworfen. Die Flachreliefs wurden nach Giottos Tod (1337) von Andrea Pisano und später dann von Francesco Talenti fertig gestellt.
Der Campanile ist ebenfalls aus weißem, rosafarbenem und grünen Marmor. Besonders eindrucksvoll ist auch hier die Außenfassade. In den Nischen über den Rautenkassetten befinden sich Statuen, die von Donatelli und anderen namhaften Künstlern gefertigt wurden.
Es lohnt sich übrigens, die 414 Stufen des Campanile hinaufzusteigen, denn von oben bietet sich auch hier ein herrliches Panorama über Florenz.
Baptisterium
Neben dem Campanile befindet sich das Baptisterium, die Taufkirche des heiligen Johannes. Das Gebäude wurde nach 70jähriger Bauzeit um 1128 vollendet. Sie verdankt ihren Rum den drei monumentalen Bronzeportalen, die im Süden, Norden und Osten in den achteckigen Kirchenraum führen. Ebenso eindrucksvoll sind die prächtigen Mosaike im Inneren.
Die älteste Tür im Süden wurde von Piano entworfen. Die größte Beachtung findet allerdings die Schaffung des Ostportals. Sie wird auch Paradiesportal genannt, da es schon Michelangelo für würdig befand, die Pforten des Paradieses zu schmücken. Nirgendwo sonst hat sich die darstellende Kunst in Bronze so vollkommen ausgedrückt wie in dem von 1425 bis 1452 geschaffenen Tor. In den zehn Platten sind jeweils mehrere Szenen von Propheten, Sibyllen und anderen biblischen und heidnischen Gestalten meisterlich durch die feinen Zeichnungen der Linien und den verschiednen Tiefen der Darstellungsebenen zusammengefasst.
Das Innere des Baptisteriums wird von der achteckigen Kuppel beherrscht, die ganz von einem Mosaik bedeckt ist. Hervorzuheben ist hierbei das „Jüngste Gericht“: Christus sieht sich dabei von den verschiednen Zonen der Auferstandenen und Verdammten, den Engeln, Aposteln, Propheten und Heiligen mit Maria und Johannes dem Täufer , denen das Reich des menschenverschlingenden Teufels gegenübersteht, umgeben. (Hierbei wird an Dante, den größten italienischen Dichter erinnert, der aus Florenz stammt und der in seiner „Göttlichen Komödie“ Himmel, Fegefeuer und Hölle beschreibt.
Dieser Artikel wurde vom Gastautor mit dem Nickname "Cassia" (contentworld.com) verfasst.
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