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Thema: Fernreisen

Vor dem Krieg:


Palmyra (Syrien): Geheimes Wüstenreich

Warnung: Aufgrund der aktuell prekären Sicherheitslage im Bürgerkriegsland wird von Reisen nach Syrien eindringlich abgeraten.

Von Oasen, Tempeln und Sand: Wüstenstadt Palmyra in der syrischen Wüste.

Palmyra
© Eva Pilipp - CC BY-ND 3.0
Palmyra, einst glanzvolle, selbstregierte Wüstenstadt, liegt fünf Autostunden von Damaskus mitten in Syriens Wüste, eine der faszinierendsten Ruinen-Stätten des Landes.
Fußstapfen von Kamelen, Motorradspuren, Stille. Palmyra am frühen Morgen und in der Abendämmerung macht sprachlos. Geschichte eingebrannt und eingebaut im Nirgendwo, irgendwo im syrischen Niemandsland. Königin Zenobia fegte einst durch ihre Stadt, bezauberte mit ihrem Charme und der arabischen Großzügigkeit. Die legendäre Wüstenkönigin kämpfte erfolgreich gegen römische Invasoren, bevor ihr Heiligtum im 1. Jahrhundert n. Chr. doch von den Römern eingenommen wurde.

Ihre Verbindung zur Seidenstrasse, machte Palmyra bald reicher als jede andere Stadt der Wüste; Seide, Gewürze und andere Schätze des Orients strömten durch die geschäftigen Adern der damaligen Metropole in alle Teile der Welt. Heute erinnert das älteste Hotel Syriens, Hotel Zenobia, mitten in den Ruinen noch namensgebend an die Königin des handelsstarken Wüstenreiches.

Oase mit Swimming Pool

Baal-Temple in Palmyra
© Eva Pilipp - CC BY-ND 3.0
Direkt hinter dem berühmten Baaltempel, der im Hauptruinenfeld hunderte Besucher lockt, liegt die Oase „Oaha“ mit Swimming Pool, Zeltbetten, saftigen Oliven und Granatapfelbäumen, Blumen und Dattelpalmen. Die grüne Pracht im Kontrast zur goldgelben Wüstenstadt, das authentische arabische Essen und die Gastfreundschaft der Palmyrer laden zum Besuch ein. Wer schwimmt nicht gerne mit Blick auf jahrtausende alte Ruinen, einst jenem mystischen Gott geweiht, der vor Beginn des islamischen Zeitalters in Syrien beschworen und in Stein verewiegt wurde. Auch die heute moderne Stadt Palmyra (auf Arabisch Tadmur) hat viel zu bieten: Restaurants, Cafes, Souvenireläden, preiswerte Hotels, nette Parks und Gassen, viel Sonne und Motorräder, das liebste Fortbewegungsmittel der Palmyrer. Aber Palmyra ist mehr als Wüste, deren Gegenteil Oase und Geschichte.

Beduinenleben

Beduinenleben
© Eva Pilipp - CC BY-ND 3.0
Das traditionelle Beduinenleben lässt sich in nur wenigen Gegenden des Nahen Ostens beobachten. In Syrien ist es möglich sich für ein paar Tage bei Beduinen, die meist zwei Stunden von Palmyra entfernt nahe der irakischen Grenze leben, einzuladen. Die Sprache der verschiedenen Beduinenstämme in Syrien unterscheidet sich stark vom syrischen Arabisch. Sie leben von Kamelzucht und bauen ihre Zelte in der Wüste auf, abgeschieden von jeder Infrastruktur. Wer die Nacht in der Wüste verbringt, wird mit Märchenaugen die nächtliche Sternenwelt erleben. Magisch leuchten tausende Sterne am schwarzen Wüstenhimmel, kein städtisches Licht verhindert ihr Strahlen. Nächtliche Sternschnuppen, das pikante Beduinenessen, der starke Schwarztee und selbstgespielte Musik versüßen die Nacht zur Vollendung.

Nicht weit von Palmyra liegt ein Wüstenschloss der Omayaden Dynastie, Qasr Heir Sharkiyye, ein aus Sandstein erbautes Meisterwerk, mitten in endloser Wüste. Heute siedelt ein Beduinenstamm nahe des Schlosses, wohnhaft in kleinen Lehmhütten. Ein Besuch ist auf jeden Fall empfehlenswert. Das Schloss ist schon von weitem sichtbar, kaum Touristen finden sich an diesem abgelgenen Ort ein. Bizarr ragt es aus dem flachen Wüstenboden, mit riesigem Eisenschlüssel öffnet sich das meterhohe Eingangsportal. Dahinter liegen Sand und Steine, Zeugen der unsagbaren Geschichte der Gegend an der Seidenstraße. Ein Königreich, das nicht ganz zu Staub zerfallen ist und noch heute stolz seine gewaltige Geschichte entgegenstreckt.

Fotoimpresseionen Palmyra und Syrien


Alle Fotos © Eva Pilipp - CC BY-ND 3.0
Ruinen in Syrien Autos in Palmyra
Ruinen in Syrien Ruinen in Syrien
Palmyra Impression Zelt nahe Palmyra
Innenansicht von luxuriösem Anwesen in Palmyra Syrische Wüste

von Mag. Eva Pilipp


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